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MM57839

Mike Caveney Wonders & The Conference Illusions

Zwei Bücher von Mike Caveney über seine eigenen Routinen und historische Illusionen. 456 und 256 Seiten, Farbfotos und ein gemeinsamer Schuber.

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Autor: Mike Caveney

Mike Caveney Wonders
Format: 9 × 11,5 Zoll
456 Seiten, durchgehend farbig auf schwerem, mattem Kunstdruckpapier gedruckt
570 Fotografien
Vorwort von Mac King
Bedruckte Vorsatzblätter mit eingeklebtem farbigem Frontispiz
Dreifarbige Folienprägung auf dem Einband

The Conference Illusions
Format: 9 × 11,5 Zoll
256 Seiten, durchgehend farbig auf schwerem, mattem Kunstdruckpapier gedruckt
330 Fotografien
Vorwort von Jim Steinmeyer
Bedruckte Vorsatzblätter
Zweifarbige Folienprägung auf dem Einband

Beide Bücher stehen in einem dazu passenden Schuber mit seitlicher Folienprägung. Bücher und Schuber werden in einem eigens bedruckten Versandkarton geliefert. Nur als Set erhältlich. Erschienen 2013.

Fünf Jahre lang arbeitete Mike Caveney an diesen Büchern, die praktisch alles dokumentieren, was er während seiner Laufbahn vorgeführt hat. Zu Beginn ahnte er nicht, dass das Ergebnis rund 700 Seiten in zwei Bänden füllen würde. Als langjähriger Büchersammler und im Bewusstsein, damit sein Vermächtnis zu schaffen, wollte er die Bücher so schön wie nur möglich gestalten. Die fertigen Bände erfüllten schließlich all seine Hoffnungen.

Caveney wusste, dass er Methoden, Theorien, Geschichte und lustige Erlebnisse zu jeder Routine beschreiben konnte. Die Bebilderung würde jedoch schwierig werden. Da half ihm sein langjähriger Freund Bill Taylor, ein Spezialist für Hollywood-Spezialeffekte. Bill verwandelte Caveneys Keller in ein Fotostudio, und vierzehn Monate lang machten sie Aufnahmen. Viele Hundert gelangten in die Bücher. Für Caveney sind es die anschaulichsten Erklärungsfotos, die er je in einem Zauberbuch gesehen hat. Da beide Bände vollständig farbig gedruckt sind, ist selbst das kleinste Detail erkennbar.

Band I, Mike Caveney Wonders, enthält sämtliche Routinen von seinen Jugendjahren als Zauberer bei den Long Beach Mystics bis zu seinem späteren Programm mit Magic Paper, The Bow & Arrow und Scissors, Coat, Silverware & Chicken. Das Buch bietet mehr als Anleitungen: Caveney schildert den kreativen Prozess hinter jeder Routine. Bei Magic Paper, dem zerrissenen, wiederhergestellten und zum Leben erweckten Toilettenpapier, erklärt er alle fünf Methoden, die er verwendet hat. Er zeigt, warum die früheren Fassungen jeweils einer neuen wichen und weshalb er fast dreißig Jahre bei der fünften blieb. Er möchte die Leser dazu anleiten und ermutigen, eigene originelle Routinen zu entwickeln. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt die Vielfalt des Materials.

Inhalt
Vorwort 11
Einleitung 15
Vorbemerkung 19
The Long Beach Mystics 23
Giant Thimble Production 23
The Substitution Barrel 35
Trade Show Act 43
Amazing Mechanical Merlin 44
Split Deck 49
Crystal Card Catch 50
Anverdi Key Chest 53
Jumping Straw 57
The Nailed Card 61
The Benson Plunger 67
Two, One, None 83
Coin Vanish 89
Our Own Worst Enemy 94
Money Machine 99
Impromptu Linking Coat Hangers 109
Linking Coat Hangers 117
Lubor Die 127
Lie Detector 135
Halloween Card Stab 141
The Phome Book 151
Idiot Rings 159
The Powers of Darkness 171
Impromptu Powers of Darkness 187
Serious Laughter 195
Chinese Pipes 201
Nind Reading 209
Ten Dollar Bill Trick 219
Bill in Cigar 239
3-Arm Juggling 269
Coffee Juggling 281
Magic Paper 297
Bow & Arrow 345
Scissors, Coat, Silverware & Chicken 373
Billy's Chicken Trick 417
The Chicken Chronicles 423
Mastering the Ceremonies 439

Band II, The Conference Illusions, ist ein völlig anderes Buch. Über zweiundzwanzig Jahre hinweg rekonstruierte Mike Caveney für die Los Angeles Conference on Magic History zahlreiche längst vergessene Kunststücke und Illusionen. Jedes stellte ihn vor besondere Herausforderungen. Manchmal stand ihm ein Originalapparat zur Verfügung, der einst Howard Thurston oder Charles Carter gehört hatte; in anderen Fällen musste die Ausstattung von Grund auf neu gebaut werden. Das Buch dokumentiert die Erforschung der Geschichte einer Illusion und ihrer ursprünglichen Routinen, die Versuche zur Verbesserung der Mechanik, das Überdenken der Präsentation und die Entwicklung einer Routine für ein heutiges Publikum. Nach ihrer Premiere auf der Geschichtskonferenz wurden einige dieser Effekte Dutzende Male vor Laienpublikum im Magic Castle gezeigt. Sie erwiesen sich auch hundert oder mehr Jahre nach ihrer Entstehung als äußerst wirkungsvoll. Jedes Kapitel enthält historische Fotos und Plakate aus den Beständen des Egyptian Hall Museum sowie Aufnahmen hinter den Kulissen und von den Vorführungen. Nur wenige Leser werden diese Illusionen in ihr eigenes Programm aufnehmen. Aus den Ideen der großen Köpfe des goldenen Zeitalters der Zauberkunst lässt sich dennoch viel lernen.

Inhalt
Vorwort 9
Einleitung 13
Das goldene Zeitalter der Zauberkunst 15
1993 Dante's Sawing a Lady in Half 27
1999 Selbit's Bricks 43
1999 Through the Eye of a Needle 55
2001 The Million Dollar Mystery 69
2003 OH! Chair 101
2005 Del Adelphia Egg Bag 123
2007 The Astral Hand 165
2009 The Drum That Can't Be Beaten 181
2009 Well I'm! 193
2011 The Orson Welles Act 221
2013 The Spirit Cabinet 247

„Dies ist die beste Büchersammlung, die ich je besessen habe. Es ist das Beste aus der Zauberkunst, das ich je besessen habe. Ein echtes Schnäppchen und Pflichtlektüre.“
Steve Bryant, Little Egypt

„Ihre Bücher sind heute angekommen, und ich konnte sie nicht mehr aus der Hand legen! Ich kann sie nur als pure Schönheit beschreiben.“
Al Rudge

„Als ebenfalls begeisterter Bibliophiler liebe ich Bücher, die zeigen, wie sehr dem Verleger das Material am Herzen liegt. Ihre Bücher setzen einen neuen Maßstab.“
Samuel Lamerson

„[Ihre Bücher] sind in jeder Hinsicht eine großartige Leistung. Herzlichen Glückwunsch.“
Stephen Minch

„Caveneys neues Wonders & The Conference Illusions ist wirklich erstaunlich. Zauberkunst in ihrer besten Form: hervorragend ausgearbeitetes Material, das zum Nachdenken anregt, in einem schlicht atemberaubenden Set. Dies ist einer jener seltenen Fälle, in denen Zaubermaterial meine Erwartungen bei Weitem übertroffen hat. Ich kann diese Bücher gar nicht nachdrücklich genug empfehlen. Ein absolutes Muss für jeden, der die Zauberkunst ernst nimmt. Punkt.“
Daniel Ulin

„Diese Bücher übertreffen sogar Ihre eigenen unglaublich hohen Maßstäbe. Gerade habe ich The Conference Illusions beendet. Phänomenal.“
Andy Labbie

„Dies ist eines der aufschlussreichsten, unterhaltsamsten und nützlichsten Zauberbücher, die ich je gelesen habe — und das waren einige. Die Ratschläge und Einsichten sind für jeden wertvoll, der irgendwo irgendeine Form von Zauberkunst vorführt, selbst nur gelegentlich. Sie werden ohne Überheblichkeit vermittelt, passend zum guten Humor des Buches. Zauberbücher sind nicht gerade für Humor bekannt, bei dem man laut loslacht. Hier habe ich mich beim Lesen aber mehr als einmal dabei ertappt. Glückwunsch zu einem Klassiker, der nicht nur Ihre Reise durch die Zauberkunst und einige Ihrer Begegnungen beschreibt, nicht nur Ihre Versuche festhält, die vorgeführten Kunststücke zu vervollkommnen, sondern auch dazu anregt, die von Ihnen so geliebte Zauberei selbst zu verbessern — vielleicht sogar zu Kunst zu machen.“
Matt Field

„Ich habe einen halben Tag mit Ihren neuen Büchern verbracht. Um es deutlich zu sagen: Sie haben etwas Großartiges geschaffen. Die Gedanken, das Können, der gute Geschmack und die Freude, die Ihre Arbeit ausstrahlt, sind greifbar.“
David Regal

„Inhalt und Herstellung sind in jeder Hinsicht hervorragend. Glückwunsch zu dieser phänomenalen Arbeit. Ich habe die gute Nachricht bereits auf Twitter und Facebook verbreitet.“
Paul Daniels

„Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit habe ich die Bücher aus dem Postfach geholt. Jetzt ist es zwei Uhr, und ich habe den ganzen Tag noch nichts Produktives getan. Wenn mein Chef das merkt und wütend wird, gebe ich ihm Ihre Nummer.“
Bill Mullins

„Zunächst ließ mich der Preis zögern, aber nur für ein paar Sekunden. Mir fiel ein, dass jedes Buch, das ich bei Mike Caveney's Magic Words gekauft hatte, in jeder Hinsicht erstklassig gemacht war. Dieses Set erreicht diesen Standard und legt die Messlatte noch höher. Bemerkenswerte Arbeit, Mike, wirklich beeindruckend. Herzlichen Glückwunsch!“
Lindsay Smith

„Die Bücher sind absolut fantastisch. Was für ein Erlebnis, mehr über die Illusionen zu erfahren, die Sie für die Konferenz in Los Angeles rekonstruiert haben. Die Beschreibungen und Fotos Ihrer Zauberkunst sind hervorragend!“
Bruce Averbook

„Wer mehr darüber wissen möchte, wie man brillante Zauberkunst und Routinen entwickelt, muss Mikes neue Bücher haben! Nur wenige Menschen auf der Welt verstehen Zauberkunst so gut wie Cave.“
John Carney

„Es ist wunderbar, über den Aufbau der Routinen und die Details hinter jedem einzelnen Stück zu lesen. Es wird lange dauern, bis ich alles durchgearbeitet habe, aber das ist eine reine Freude.“
Lars-Peter Loeld

„Es sind zwei der schönsten Bücher, die ich je besitzen durfte, selbst wenn ich Ihre anderen Veröffentlichungen mit einbeziehe.“
Tony Griffith

„Ihre Bücher sind ein Genuss für unsere Augen und ein Zauber für unsere Seelen. So schön, so vollkommen. Ein Kunstwerk.“
Vanessa Vianna

„Danke, dass Sie mich so verblüfft haben! Ihr Wonders-Buchset ist phänomenal. Einfach wunderschön!“
Doug Scheer

„Ich stelle diese Bände neben Hoffman, Vernon, Baker, Germain, Harbin, Jarrett und Steinmeyer. Sie kommen vollkommen ohne Geschwätz aus. In leicht verständlicher Sprache haben Sie alles aufgeschrieben, was ich zum Verständnis des Materials brauche. Sie erzählen großartige Geschichten. Sie bringen mich zum Lachen. Sie denken tiefgründig, klug und geistreich über Zauberkunst nach. Diese Bücher stecken voller wichtiger Ideen und sind von tiefer Liebe und Achtung für die Kunst durchdrungen. Sie inspirieren mich.“
Teller

„Diese Bücher sind atemberaubend. Herausragende Arbeit — eine Qualität, wie ich sie noch nie erlebt habe.“
Gerry Snow

Eric Meads Rezension aus dem Genii Magazine

Ich kann diese Bücher unmöglich auch nur annähernd unvoreingenommen betrachten. Seit mehr als 30 Jahren bin ich ein Bewunderer, eigentlich ein Fan, von Mike Caveneys Arbeit. Mike ist außerdem ein langjähriger, geschätzter Freund. Deshalb muss ich jeden Anschein, diese Bücher objektiv beurteilen zu können, gleich zu Beginn ausräumen. Ohne Voreingenommenheit kann ich sagen, was ohnehin jeder in der Zauberkunst weiß: Er hat ein Programm aus cleverem, originellem Material geschaffen, das sein Publikum zuverlässig in heftige Lachanfälle versetzt und dabei die Aufmerksamkeit auf das Geheimnisvolle und Unmögliche gerichtet hält. Er spielt einen Dummkopf, der sich seiner eigenen Unfähigkeit glückselig nicht bewusst ist und immer wieder verblüfft, indem er seine lächerlichen Behauptungen tatsächlich wahr macht — durch pures Glück, Zauberei oder eine Mischung aus beidem. Am Ende ist völlig klar, dass der Mann auf der Bühne, der den Idioten spielt, der klügste Mensch im Saal ist. Ich liebe sein Programm und zähle es zu den besten Comedy-Zaubershows unserer Zeit.

Ein solches Programm entsteht weder leicht noch schnell. Über viele Jahre müssen zahllose Ideen erforscht, erprobt, verfeinert oder verworfen werden, während die Teile zusammenfinden und sich das Programm entwickelt. Meist bekommt der Leser von Zauberliteratur nur die endgültige Fassung eines Effekts präsentiert, ohne Erläuterung der vielen Zwischenstufen und Entscheidungen, die dorthin führten. In Mike Caveney Wonders erklärt Caveney vollständig sämtliche Zauberkunststücke seiner Laufbahn. Oft gewährt er zusätzlich Einblicke in seine Denkprozesse, seine Fehler sowie in die harte Arbeit und das fortwährende Lösen von Problemen, aus denen ein fertiges professionelles Zauberstück entsteht. Sein treffender Untertitel lautet: „Der lange, langsame Prozess, Zauberkunst für die wirkliche Welt zu schaffen.“ Genau das ist es.

Wenn ich sage, dass er alle Kunststücke seiner Laufbahn erklärt, ist das nicht übertrieben. Die großen Caveney-Klassiker wie Bow and Arrow, Scissors, Coat, Silverware and Chicken, Three Arm Juggling, Powers of Darkness und Coffee Juggling sind hier in herrlicher Ausführlichkeit enthalten. Daneben gibt es eine Fülle großartiger, weniger bekannter Arbeiten, die ebenso interessant und nicht weniger wertvoll sind als seine ikonischen Routinen. Ein Beispiel: Er erklärt sein vollständiges Messeprogramm von vor 30 Jahren. Schon darin erkennt man jene Denkweise und Liebe zum Detail, die später zum Markenzeichen einer Caveney-Routine werden. Die für eine Messepräsentation nötigen Verkaufsargumente sind meisterhaft und auf sinnvolle, clevere Weise in die Effekte eingearbeitet. Die Requisiten und ihre verborgene Bedienung sind in jenem einfachen und zugleich teuflisch raffinierten Stil organisiert, der später sein Denken und Konstruieren prägen sollte. Beim Lesen über die Entwicklung und Details von The Nailed Card, The Money Machine, Chinese Pipes und Anverdi Key Box werden sein Blick für Einzelheiten, Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten sowie sein Ansatz zur Problemlösung deutlich: kreativ und zugleich auf einem fundierten Verständnis bestehender Zaubertheorie aufgebaut. Das Studium seiner frühen Arbeiten beleuchtet seine Vorgehensweise und Philosophie und lässt spätere Neuerungen bereits erkennen. Es ist ähnlich aufschlussreich wie frühe Filme großer Regisseure, die grundlegende Werkzeuge und Ansätze zeigen, welche in späteren Werken noch kunstvoller und geschickter eingesetzt werden.

Auch die Herstellung des Buches ist wunderschön. Tatsächlich handelt es sich um zwei eigenständige Bände — auf den zweiten komme ich später zurück — in einem schönen, eigens angefertigten Schuber mit einer zu den Einbänden passenden Folienprägung. Beide Bücher teilen dieselben grundlegenden Gestaltungselemente und sind mit Farbfotografien und geschmackvollen Farbkombinationen hervorragend gesetzt. Das schwere matte Papier, die fein abgestimmte Schriftwahl und die optische Vielfalt, die nie überladen wirkt, machen diese großen Bände zu einem bibliophilen Vergnügen: beim Halten, Blättern, Bewundern und Lesen.

Obwohl jede seiner Vorführungen von seiner Persönlichkeit und seinem Stil geprägt ist, dürfte Scissors, Coat, Silverware and Chicken seine bekannteste und typischste Routine sein. Schon dieses Kapitel allein ist eine meisterhafte Lehrstunde über den „langen, langsamen Prozess, Zauberkunst für die wirkliche Welt zu schaffen“. In der Darstellung ihrer Geschichte und Entwicklung erhalten wir 24 dicht gefüllte Seiten allein über die Requisiten, verschiedene Lösungen sowie deren Stärken und Schwächen. Man sieht, welche Weiterentwicklung möglich ist, wenn sich ein Künstler nicht mit „gut genug“ zufriedengibt. Wir erfahren, wie sich eine große Ladung hinter einer durchsichtigen Stuhllehne wirksam verbergen lässt — eine geniale Anwendung eines Illusionsprinzips — und unmittelbar danach, warum diese Lösung schließlich einer besseren Methode weichen musste. Wir lernen, wie ein Stück Zeitung mit einem besonderen Material so präpariert wird, dass es beim Zerreißen einen bestimmten Laut erzeugt, und wie diese Entdeckung zustande kam. Wir erfahren von einer speziell bearbeiteten Schere, die ein ohnehin hervorragendes Kunststück in ein Wunder verwandelt. Wir erhalten fünf Fassungen des geheimen Lade-Gimmicks, mit dem sich einhändig Dutzende Löffel aus einem geliehenen Mantel schütten lassen. Warum fünf? Die ersten vier funktionierten gut und hätten fast jeden bei einer Vorführung zufriedengestellt, hatten aber kleine Schwächen, die mit jeder Überarbeitung verbessert wurden. Die fünfte und endgültige Fassung des Gimmicks ist ein erstaunliches geheimes Hilfsmittel: Der Künstler kann 60 Löffel in kontrollierter Geschwindigkeit fallen lassen, zwei große silberne Tabletts einzeln, danach einen schweren metallenen Wasserkrug und schließlich ein lebendes Huhn erscheinen lassen. All das steckt in einer einzigen kompakten Ladevorrichtung, einem kleinen Wunder der Ingenieurskunst.

Nach dieser kurzen Beschreibung dürfte der Leser ahnen, dass es schwierig wäre, diese Requisiten für den eigenen Gebrauch herstellen zu lassen. Natürlich könnte irgendwo jemand geeignete Fachleute für die mechanische Fertigung finden, das nötige Geld ausgeben und funktionsfähige Ausführungen aller Requisiten bauen lassen. Was dann? Material zu übernehmen, das so fein ausgearbeitet, so genau geskriptet und so vollständig verwirklicht ist, bringt ein echtes Problem mit sich. Ich kann mir schlicht niemanden außer Mike Caveney vorstellen, der diese Routine öffentlich vorführt. Nicht, weil ein anderer seine Anweisungen nicht befolgen, sein Skript nicht verwenden und keine große Publikumsreaktion erzielen könnte. Sondern weil die Jahre des Vorführens und Verfeinerns das offensichtliche Meisterwerk zu einem vollkommenen „Mike-Caveney-Stück“ gemacht haben. Wenn etwas so ausgereift ist wie Scissors, Coat, Silverware and Chicken oder eine seiner anderen wirklich ikonischen Nummern, bleibt kaum Raum für die eigene Handschrift eines anderen. Es ist fertig. Wer es vorführt, wird zwangsläufig zu einer Version von Mike Caveney, statt den eigenen Charakter und Blickwinkel auszudrücken. Natürlich ist es äußerst wertvoll, die Entwicklung und all die Lektionen zu studieren, die uns eine derart vollständige Offenlegung in der Fachliteratur bietet. Ich bin jedoch überzeugt, dass wir diese Lektionen anderswo anwenden müssen: bei der Entwicklung unserer eigenen Arbeit. Wer auf der Bühne Löffel und ein Huhn aus einem geliehenen Mantel hervorholt, hat die eigentliche Lehre verpasst. Zum Glück finden Leser, die ihr eigenes Programm erweitern möchten, viele Routinen, die sich erfolgreich anpassen lassen, ohne zu einem schwächeren Caveney zu werden. Mir fallen The Bill in Cigar, The Ten Dollar Bill Trick und eine bizarre, aber publikumswirksame Präsentation des Ultra Mental Deck ein, bei der ausgerechnet eine umgearbeitete Spike Coin verwendet wird. Viele weitere, hier nicht genannte Stücke gehören ebenfalls in diese Gruppe. Für diese Rezension habe ich Mike Caveney Wonders in drei langen Sitzungen vollständig gelesen. Ich freue mich schon darauf, es erneut und langsam zu lesen, um mehr Zeit zum Nachdenken und Aufnehmen der Informationen zu haben. Das Buch bündelt die Erfahrung und Weisheit eines ganzen Lebens und überreicht sie der Zaubergemeinschaft als Geschenk. Es scheint dazu bestimmt, ein Klassiker zu werden. Mike Caveney Wonders ist ein fabelhaftes Zauberbuch, Pflichtlektüre für jeden, der die Zauberkunst aufrichtig liebt und von einem unserer Besten lernen möchte. Doch wir sind noch nicht fertig: Ein weiterer großer Band, im selben Stil und mit derselben Detailtreue gestaltet, gehört dazu. Caveney zählt zu den Gründern und Organisatoren der Los Angeles Conference on Magic History. Seit 1989 findet diese Zusammenkunft alle zwei Jahre statt. Wie der Name verrät, widmet sie sich der reichen Geschichte der Zauberkunst: Alte Geschichten, wissenschaftliche Forschung und Effekte vergangener Epochen lassen die Vergangenheit lebendig werden.

In The Conference Illusions erläutert Mike Caveney die Geschichte und Funktionsweise zahlreicher Illusionen, die er auf dieser Konferenz präsentiert hat. Dazu gehören Dantes Sawing a Lady in Half, Thurstons OH! Chair, Selbit's Bricks und die unglaubliche Million Dollar Mystery. Letztere bezeichnet Caveney als seinen Favoriten. Bei meinen eigenen Konferenzbesuchen würde meine Stimme allerdings an Jim Steinmeyers und John Gaughans Rekonstruktion von Dr. Hookers Rising Cards gehen. Das war jedoch keine Präsentation von Mike Caveney und ist deshalb nicht in dieser Sammlung enthalten. Ich erwähne es, weil mehrere befreundete Zauberer danach gefragt haben.

Besonders beeindruckend ist der Einfallsreichtum der Methoden unserer früheren Meister. Von solchen Geheimnissen träumte ich als zehnjähriger Zauberer: verschiebbare Falltüren, verborgene Assistenten, komplizierte Beleuchtung und Bühnengestaltung, federbelastete Mechanismen sowie ein aufwendiger, teurer visueller Zehn-Sekunden-Gag, der in Wahrheit die geheime Vorbereitung einer späteren Illusion rechtfertigt. Schon das Durchblättern der Illustrationen und Aufnahmen hinter den Kulissen ist aufregend und entfacht die Faszination für ausgeklügelte Methoden neu.

Neben den Geheimnissen dieser großen Illusionen, Bildern restaurierter Requisiten und Darstellungen ihres Aufbaus schenkt uns Caveney eine gründliche, von Herzen kommende Erzählung der Geschichte hinter jeder Illusion. Sie ist unterhaltsam und voller Einsichten. Hier wird seine Liebe zur Zauberkunst, zu ihrer Geschichte und zu den Menschen darin besonders deutlich. Liebevoll erweckt er sie zum Leben, zeigt die Verflechtung ihrer Kunststücke mit ihrem Leben und stellt sie als brillante Denker, kleinliche Streithähne, vollendete Showleute, geniale Ingenieure und bisweilen als Schurken dar. Wer die Namen Thurston, Dante, Valadon oder Adelphia kennt und vielleicht die übliche kurze Zusammenfassung ihrer Bedeutung, für den sind Caveneys Menschenporträts und seine Geschichten über die Ereignisse und Persönlichkeiten rund um diese Effekte unbezahlbar.

Als der Masked Magician im Fernsehen der Öffentlichkeit Zaubergeheimnisse verriet, machte Teller mir gegenüber eine bemerkenswerte Äußerung. Ihn störe nicht die Enthüllung an sich. Der Masked Magician erzähle nicht zu viel, sondern zu wenig. Ich glaubte zu verstehen, was er meinte. Obwohl ich den Gedanken interessant fand, beschäftigte ich mich nicht weiter damit. Beim Lesen von The Conference Illusions kamen mir seine Worte immer wieder in den Sinn. Wenn das breite Publikum doch nur ahnte, was wirklich nötig ist, um eine schöne theatralische Täuschung auf die Bühne zu bringen. Vielleicht ist aus meiner Sicht der wichtigste Beitrag dieses Buches die volle Wertschätzung der Detailfülle, die eine fachgerechte Inszenierung dieser Illusionen vor Publikum erfordert. Ja, das Geheimnis von Thurstons OH! Chair besteht aus einer Falltür darunter und einem hohlen Stuhlbein. Million Dollar Mystery verwendet lediglich einen großen Vierkanttunnel mit verspiegelter Oberfläche, der von der Rückseite des Kabinetts durch den Vorhang führt. Natürlich arbeitet Through the Eye of a Needle mit einer Stahlkesselplatte mit verriegelbarer Durchstiegsklappe. The Astral Hand ist ein Fadentrick. Wer glaubt, die Kenntnis dieser „Geheimnisse“ käme einem Verständnis der Vorführung auch nur nahe, sollte die hier angebotenen ausführlichen Beschreibungen studieren. Ich verspreche: Sie werden unterhalten, unterrichtet und gründlich verblüfft, während Mike Caveney Sie mit Freude durch ein Stück unserer gemeinsamen Geschichte und das goldene Zeitalter der Zauberkunst führt.

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